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Zehn hilfreiche Tipps für erfolgreiche Stellenanzeigen (2023)

Ob in der Tageszeitung, einem Fachblatt oder bei der Jobbörse – die Stellenanzeige spielt als erster Berührungspunkt und Visitenkarte eines Unternehmens für Bewerberinnen und Bewerber eine zentrale Rolle. Zudem dient sie als öffentliche Unternehmenspräsentation mit einem gewissen Werbeeffekt. Für das Erscheinungsbild gilt wie üblich: Der erste Eindruck zählt. Damit sie mit Ihren Stellenanzeigen punkten, haben wir einige nützliche Tipps zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

1. Die wichtigsten Informationen markant auf einen Blick präsentieren und damit Aufmerksamkeit wecken

Die relevantesten Daten des Unternehmens und das Firmenlogo sollten gut sichtbar an die erste Stelle der Ausschreibung. Die Arbeitssuchenden erkennen dadurch meist unmittelbar, ob sich das betreffende Angebot und der jeweilige Betrieb für sie eignet oder nicht. Zu den wichtigen Informationen zählen die genaue Bezeichnung der Stelle, ob es sich um einen Voll- oder Teilzeitarbeitsplatz handelt, das früheste Eintrittsdatum und der Einsatzort. Leere Phrasen und Floskeln helfen hier nicht weiter, stattdessen erwarten die Leserinnen und Leser entscheidende Fakten.

2. Eine klare Struktur erleichtert den Lesefluss

Die meisten User und Userinnen überfliegen einen Artikel, bevor sie sich entschließen, ihn genauer in Augenschein zu nehmen. Das bedeutet: Für einen positiven ersten Eindruck eignen sich Inhalte kurz und präzise auf den Punkt gebracht. Das gilt insbesondere für Online-Inserate. Günstig wirken Aufzählungen, kurze Abschnitte aus wenigen Sätzen und fett markierte oder kursiv hervorgehobene Wörter. Diese gestalterischen Elemente lockern das Erscheinungsbild der Anzeige angenehm auf und halten Interessierte dort länger fest.

3. Aussagekräftige Titel und Bezeichnungen für die ausgeschriebene(n) Stelle(n) verwenden

Um unnötige Verzögerungen oder Verwirrung bei Jobinteressierten zu vermeiden, nutzen personalsuchende Unternehmen am besten bewährte und leicht verständliche Jobtitel ohne „Wortspielereien“. Im dann folgenden Text können sie den vakanten Arbeitsplatz durchaus mit eher lockeren und saloppen Formulierungen näher beschreiben. Gängige und „althergebrachte“ Bezeichnungen werden nachweislich von den Algorithmen der Suchmaschinen oder von Jobbörsen einfacher gefunden sowie angezeigt.

4. Bilder sagen mehr als tausend Worte

Neben aussagekräftig formulierten Texten unterstützen hochwertig und professionell gestaltete Fotos den positiven Eindruck eines Unternehmens als potenziell Arbeitgebenden. Sie erhöhen damit die Zugkraft einer Annonce und lenken die Aufmerksamkeit darauf. Marketingexperten auf diesem Gebiet raten, beim Einsatz von Bildern

  • authentische, branchen- und berufstypische Darstellungen zu verwenden,
  • auf Gruppenfotos mit vielen Personen möglichst zu verzichten und
  • die Bilder über oder unter dem Textfeld zu platzieren, um nicht von Informationen abzulenken.

5. Sich dem veränderten Leseverhalten der Nutzerinnen und Nutzer anpassen

Drei Stufen und Merkmale prägen erwiesenermaßen das sogenannte „digitale Leseverhalten“. Im Einzelnen sind das

  • “Skimming“ (zu Deutsch: „Abschöpfen“): Die Augen der User „überfliegen“ dabei die Anzeige und suchen gezielt nach für sie interessanten Passagen wie etwa Überschriften. So entscheidet sich im Bruchteil von Sekunden, ob sie die ausgeschriebene Stelle genauer in Erwägung ziehen werden.
  • “Scanning“ (zu Deutsch: „Untersuchen“ oder „Abtasten“), bei dem danach folgenden „Scanvorgang“ steigen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber bereits etwas tiefer in einzelne Bereiche der Annonce ein.
  • “Reading“, das schließlich vollständige und sorgfältige Lesen des Stellenangebotes, idealerweise mit echtem Interesse.

6. Beim Wortlaut und Inhalt der Anzeige möglichen Missverständnissen vorbeugen

Je verständlicher und deutlicher ein Unternehmen seine Stellenanzeigen formuliert, desto realistischer die Chancen, die „richtigen“ Kandidatinnen und Kandidaten anzusprechen. Dazu gehört eine allgemein verständliche Sprache ohne firmeninterne Ausdrücke und doppeldeutige Fremdwörter. Um auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger zu erreichen, sollten Personalverantwortliche darüber hinaus auf allzu branchenspezifische Bezeichnungen verzichten. Ein klares Anforderungsprofil des künftigen Arbeitsplatzes vermeidet so Enttäuschungen und zeitraubende Fehlgriffe für alle Beteiligten.

7. Die gesetzlichen Vorgaben beziehungsweise aktuell gültigen Richtlinien beachten und erfüllen

Seit dem Jahre 2006 gilt in Deutschland das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (abgekürzt AGG). Diese Rechtsgrundlage, oft auch als „Antidiskriminierungsgesetz“ bezeichnet, soll Menschen in ihrem beruflichen Umfeld und dem Privatleben vor Benachteiligung, etwa aufgrund des Geschlechts oder der Religion, schützen. Das wiederum wirkt sich seither naturgemäß auch auf den Wortlaut von Stellenanzeigen aus. Unter anderem durch Zusätze wie „m/w/d“, also „männlich/weiblich/divers“, achten Unternehmen in ihrem eigenen Interesse auf die vorgeschriebene AGG-Konformität ihrer Annoncen.

8. Die gewünschten Adressaten ganz gezielt ansprechen

Unternehmen unterliegen der Verpflichtung, ihre Stellenangebote AGG-konform, also neutral zu formulieren. Dennoch können sie auf bestimmte Personen und Gruppen bewusst eingehen. Es spricht beispielsweise nichts gegen eine offensive Akquisition von weiblichen Kräften für leitende Positionen oder technische Arbeitsplätze. Zudem erweist es sich als hilfreich, deutlich hervorzuheben, wenn sich ein Jobangebot für Berufsanfängerinnen und -anfänger eignet.

9. Sich Anregungen sowie Inspirationen bei der Konkurrenz holen und diese nutzen

Der Arbeitsmarkt zeigt sich generell hart umkämpft. In allen seinen Branchen herrscht mittlerweile echter Mangel an Fachkräften. Daher gilt es für Unternehmen und Beschäftigte im Recruiting Personalanzeigen so aussichtsreich wie möglich zu gestalten. Ein Blick hinüber zur Konkurrenz schadet nicht und weitet den eigenen Horizont. Wichtig hier: Annoncen offensichtlich zu kopieren ist hierbei untersagt.

10. Erfolgversprechende und praktische Vorlagen beziehungsweise Musterlösungen einsetzen

Viele Unternehmen bedienen sich mittlerweile der Expertise von spezialisierten Profis. Zahlreiche Dienstleister bieten ausgereifte Lösungen, die durch präzise Formulierungen sowie eine perfekte Gestaltung qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber ansprechen. Zudem berücksichtigen solche professionellen Werkzeuge alle relevanten Anforderungen durch Gesetze und andere Richtlinien. Dabei gilt jedoch: Das Unternehmen muss offen, ehrlich und authentisch bleiben, um zu überzeugen.

Zusammenfassung und Fazit

Die Stellenanzeige eines Betriebes bildet die erste wichtige Schnitt- und Kontaktstelle zu künftigen Mitarbeitenden. Um diese näher für das Unternehmen zu interessieren, sollte sie

  • präzise und authentisch formuliert,
  • angenehm, leicht und abwechslungsreich zu lesen,
  • strikt AGG-konform abgefasst und
  • klar strukturiert erscheinen.

Darüber hinaus präsentiert sie sich als Visitenkarte und zusätzlicher „Werbeträger“ für das Unternehmen, seine Produkte oder Dienstleistungen. Das dürfen die Verantwortlichen der zuständigen Abteilung bei ihrer Umsetzung nicht unterschätzen.


Die Herausforderung liegt häufig darin, sie so übersichtlich und knapp wie möglich, aber so ausführlich und genau wie nötig zu formulieren. Dabei helfen hochwertige Fotos, ein klar definiertes Anforderungsprofil und ein ansprechendes Design. Eine optimale Stellenanzeige kann potenzielle Bewerberinnen und Bewerber in nur wenigen Augenblicken erreichen – und möglichst überzeugen.

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